Die Atkins-Diät

Die in den Siebzigern von dem amerikanischen Kardiologen Robert Atkins entwickelte Diät propagiert eine kohlenhydratarme und stattdessen eiweißreiche Ernährung.
Statt Nudeln, Reis oder Brot stehen Fleisch, Eier und Käse auf dem Speiseplan. Erlaubt sind Eiweiße und Fette, idealerweise in einem 60:40-Verhältnis.

Ernährungsplan (Beispiel)

Morgens:   American Breakfast (Zwei Spiegeleier mit Schinken)
Mittags:     Putenbrust mit Mayo-Sauce, Mozzarella
Abends:     Salat mit Sauce, grüne Paprika, Bratwurst

Verlauf der Diät

Tatsächlich kann die Diät anfangs rasch Erfolge verzeichnen, Atkins-Probanden nehmen in den ersten Monaten schneller ab als Anhänger anderer Diäten.
Das hat mehrere Gründe:

  • Zunächst wird der körpereigene Kohlenhydratspeicher abgebaut. Das führt zu einem hohen Wasserverlust und somit zur Gewichtsabnahme.

  • Sind keine Kohlenhydrate mehr verfügbar, wird der Stoffwechsel umgestellt, sodass vorhandene Fettreserven verbraucht werden.

  • Außerdem ist die Atkins-Ernährung sehr sättigend: Wer zu sechzig Prozent Eiweiß isst, wird schnell satt sein. Davon abgesehen, schmecken viele fetthaltige Speisen – Bratwürste, Sahne, Käse etc. – ohne Kohlenhydrat-Beilage oft gar nicht mehr so gut. Der Abnehmende isst also weniger, nimmt folglich auch weniger Kalorien zu sich.

Nach einem Jahr allerdings besteht kein Unterschied im Gewichtsverlust zwischen Atkins- und anderen Diäten mehr. Das Atkins-Prinzip sieht vor, dass die kohlenhydratarme Ernährung lebenslang fortgesetzt wird.

Mediziner sekptisch

Die Mehrheit der deutschen Ernährungswissenschaftler und Mediziner steht den „Low-Carb-Diäten“ (Niedrige-Kohlenhydrate) skeptisch gegenüber: Die einseitige Ernährung und besonders die deutlich erhöhte Aufnahme von Fetten stelle ein Risiko der Gesundheit dar.

Besonders Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetiker, Schwangere und Ältere sind gefährdet. Das Fett kann Arterien verstopfen. Zuviel Eiweiß bekommt Leber- und Nierenkranken nicht. Ganz allgemein ist mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen und anhaltendem Mundgeruch zu rechnen. Mangelerscheinungen an Vitaminen sind genauso wahrscheinlich.

Übrigens empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung  dem Menschen generell eine ausgewogene Ernährung, in der reichlich Kohlenhydratprodukte enthalten sind. Und, nebenbei, viel Bewegung.
 
   
Impressum/Kontakt  A |  B |  C |  D | © 2007 diaeten-info.de